Wellenreiten mitten in der Stadt? Klingt verrückt – ist aber Realität.
Ob am Eisbach in München oder an künstlichen Wellen weltweit: Stehende Wellen sind die perfekte Spielwiese für Surf-Fans, die auch ohne Ozean surfen wollen. Aber wie funktioniert das eigentlich – und worauf solltest du achten?
Hier bekommst du den kompakten Überblick: von der Entstehung über Technik bis zur Sicherheit. Let’s go!
🌊 So entsteht eine stehende Welle
Im Gegensatz zur klassischen Meereswelle bewegt sich die stehende Welle nicht in Richtung Strand – sie steht auf der Stelle. Der Trick dahinter?
- Eine starke Strömung trifft auf ein Hindernis (z. B. eine Kante im Flussbett oder eine Rampe).
- Das Wasser wird nach oben gedrückt – und es bildet sich eine wölbende, stationäre Welle.
- Surfer:innen können so quasi „auf der Stelle“ surfen, während das Wasser unter ihnen durchfließt.
Diese Art von Welle ist physikalisch faszinierend – und surftechnisch ganz schön fordernd.
🛹 Board & Setup: Das brauchst du für River Surf
Flusswellen erfordern spezielles Material – hier ein kurzer Überblick:
- Boards: Kürzer und stabiler als klassische Shortboards. Weniger Volumen hilft beim präzisen Handling, robuste Rails halten mehr aus.
- Leash: Kurz und dick – am besten mit Swivel. Sie sollte nicht über das Tail hinausragen.
- Safety-Gear: Helm und Impact-Vest sind oft Pflicht – und definitiv sinnvoll. Besonders bei betonierten oder felsigen Spots.
👉 Tipp: Viele Surfshops in Städten mit stehenden Wellen bieten spezielles Leihmaterial an – einfach mal vorbeischauen!
🧍♂️ Einstieg & Technik: So kommst du aufs Brett
Klingt easy – ist es aber (noch) nicht? Kein Stress! Mit diesen Tipps klappt der Einstieg:
- Einstieg: Oft von der Seite oder mit einem Seil als Hilfe.
- Blick nach vorn: Nicht nach unten schauen! Dein Körper folgt deinem Blick.
- Feinfühligkeit: Kleine Gewichtsverlagerungen machen den Unterschied – Balance ist alles.
- Kantenarbeit: Druck über die Rails bringt Kontrolle, ähnlich wie beim Carven auf der Skipiste.
🎯 Übung macht den Meister – und das erste Gelingen fühlt sich einfach genial an!
⚠️ Sicherheit: River Surfing ist kein Spielplatz
Stehende Wellen sehen harmlos aus – doch unterschätz sie nicht! Hier ein paar Safety-Basics:
- Strömung & Rückströmung: Kann dich schnell unter Wasser ziehen.
- Harte Kanten & Hindernisse: Beton, Metall oder Felsen – Helmpflicht ernst nehmen.
- Nie das Board loslassen: Es kann zur Gefahr für andere werden.
- Lokale Regeln beachten: Viele Spots haben klare Regeln und Einweisungen.
🚨 Noch neu im Game? Schau dir vorher unsere Tipps zu Strömungen & Surfgefahren an.
📍 Beliebte City- & Flussspots
Du willst selbst loslegen? Hier ein paar Klassiker – und was du wissen solltest:
- München / Eisbach: Der OG unter den River-Spots. Aber Achtung: Nur für geübte Surfer:innen. Zuschauer garantiert!
- Wellenwerk Berlin: Künstliche City-Welle mit Buchungssystem – perfekt zum Einstieg.
- The Riverwave / Ebensee (Österreich): Europas größte künstliche Flusswelle – mit Platz für Turns & Tricks.
- Citywave / diverse Städte: Indoor & Outdoor – konstante Bedingungen, super für Training.
🎫 Vor dem Besuch: Regeln checken, eventuell Slot buchen und immer die Local-Etikette respektieren.




