Strand und Wellen richtig lesen
Bevor du ins Wasser gehst, solltest du dich zunächst mit dem Surfspot vertraut machen. Durch den Spotcheck findest du heraus, was beim Wellenreiten auf dich zukommt. Nimm dir für unbekannte Spots immer etwas Zeit, so bekommst du auch ein Gefühl für die Sets. Je genauer du einen Surfspot vorab analysierst, desto geringer ist das Risiko von unangenehmen Überraschungen. Den Spotcheck kannst du super mit deinem Warm-Up verbinden.
Spotcheck:

- Sind andere Surfer im Wasser?
- Wo, wie und auf welchem Untergrund brechen die Wellen?
- Wo ist das Line-Up? Ist im Line-Up viel los?
- Wo verlaufen die Strömungen? Wo sind die Channels?
- Wie groß sind die Wellen und passt die Wellengröße zu meinem Surf-Level?
- Aus wie vielen Wellen besteht ein Set und wie lange dauern die Setpausen?
- Wo liegen Gefahren, wie Felsen, im Wasser?
- Wo ist der Ein- und Ausstieg?
- Wie sind die Bedingungen (Wind, Tide)?
Wellen richtig lesen
Je größer die Wellen, desto länger solltest du sie vorab beobachten. Vergiss nicht, dass Wellen vom Ufer aus oft kleiner aussehen, als sie es tatsächlich sind. Beim Einschätzen der Wellengröße kannst du dich an der Körpergröße der Surfer im Line-Up orientieren.
Die Laufrichtung der Welle spielt eine große Rolle. Vor allem, wenn du bestimmte Surftricks und Manöver in eine Richtung ausüben willst. Die Richtung, in welche die gebrochene Welle läuft, entscheidet, ob du mit dem Gesicht (Frontside) oder mit dem Rücken (Backside) zur Welle surfst. Die Laufrichtung der Welle wird von der Peak – also dem Punkt, an dem sich die Welle zuerst überschlägt – in Richtung Land bestimmt. Bricht die Welle nach links, spricht man von einer Linken. Bricht sie nach Rechts, ist es eine Rechte. Bricht die Welle sowohl nach links als auch nach rechts, nennt man das A-Frame.
Auch die Form und Brechungsart der Welle entscheidet darüber, ob du eine Welle anpaddeln solltest oder nicht. Welche Art auf dich im Wasser wartet, kannst du bereits vom Strand aus beurteilen. Kracht die Welle hohl auf ein flaches Riff, solltest du bereits einiges an Erfahrung im Surfen mitbringen, um den Take-Off zu meistern und deine Manöver ausführen zu können. Schnelle, steile Wellen sind schwer zu Surfen und nichts für Anfänger. Bricht die Welle sanft von oben weg, sind sie für unerfahrene Surfer geeignet.
Line Up finden
Das Line Up bezeichnet den Platz im Wasser, an dem Surfer auf die ungebrochenen Wellen warten. Deine Position im Line Up ist entscheidend: Sitzt du zu weit draußen oder zu weit neben der Peak, kannst du lange auf eine Welle warten. Sitzt du zu nahe am Ufer, bekommst du die Wellen von oben statt von unten ab oder liegst anderen Surfern im Weg. Durch den Spotcheck kannst du schon vom Strand aus abschätzen, wo du dich im Line Up platzieren solltest.
Gefahren absuchen
Vor dem Wellenreiten solltest du den Surfspot nach möglichen Felsen und anderen Gefahren im Wasser absuchen. Außerdem ist es nie verkehrt, andere Surfer oder Einheimische nach Besonderheiten des Strandes abzufragen. Es schadet nicht, sich zu erkundigen, ob sich bei Low Tide gefährliche Riffe freisetzen oder an welcher Stelle du gefahrlos ein- und aussteigen kannst.
Channel erkennen
Am besten erkennst du einen Channel, wenn du dich vor deiner Surf-Session an den Strand setzt und in Ruhe das Meer beobachtest. Die Wellen brechen an der Sandbank, wo Schaumwalzen zum Ufer rollen. Links und rechts neben der Wellenbrechung liegt der Channel. Hier ist das Wasser tiefer, dunkler und meistens auch ruhiger. Im Channel brechen deutlich weniger Wellen als auf der Sandbank. Möchtest du ins Line Up, paddelst du im Channel raus. Willst du im Weißwasser bleiben, verlässt du das Wasser, kurz bevor du den Chann




