Surfbrett-Basics: Board-Typen im Überblick
Du willst wissen, welches Surfbrett für deinen Einstieg oder deinen nächsten Fortschritt geeignet ist? Hier bekommst du den Überblick über die verschiedenen Surfboard-Typen – kurz, klar und mit Vor- und Nachteilen auf einen Blick.
| Typ | Für wen? | Wellen | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Softboard | Komplette Anfänger | Weißwasser | Sicher, robust, fehlerverzeihend | Träge, wenig Performance |
| Mini-Mal | Anfänger mit Basics | Klein–mittel | Stabil, einfacher Take-off | Wenig Wendigkeit |
| Funboard | Übergang Anfänger → Fortgeschr. | Klein–mittel | Ausgewogen, vielseitig | Nichts Halbes & Ganzes |
| Fish | Früh-Fortgeschrittene | Klein–mittel | Schnell, läuft gut bei kleinen Wellen | Weniger Kontrolle |
| Shortboard | Fortgeschrittene | Mittel–groß | Wendigkeit, Performance | Anspruchsvoll, wenig Auftrieb |
| Longboard | Genießer & Style-Surfer | Klein–groß | Easy Glide, Nose-Rides | Sperrig, schwer zu manövrieren |
Größe & Volumen – einfach erklärt
Die richtige Boardgröße entscheidet über deinen Lernerfolg. Aber keine Sorge: Mit ein paar einfachen Formeln findest du schnell raus, wie viel Volumen dein Surfbrett haben sollte.
Faustformel:
Anfänger: Körpergewicht × 0,8 bis 1,1 = Liter Volumen
Beispiel: 70 kg × 1 = 70 Liter
- Softboard: 60–90 Liter
- Mini-Mal: 50–75 Liter
- Funboard: 45–65 Liter
- Fish: 35–45 Liter
- Shortboard: 25–40 Liter
- Longboard: 60–90 Liter
So merkst du’s im Wasser: Hast du genug Volumen, paddelst du leicht los und bekommst viele Wellen. Zu wenig? Du paddelst dich tot.
Shapes, Rocker & Unterwasserschiff
Wie beeinflusst die Form deines Surfbretts dein Surfgefühl? In diesem Abschnitt schauen wir uns die wichtigsten Shape-Merkmale an – von der Nose bis zum Tail.
- Outline: Breite Mitte = Stabilität, schmale Nose = Turns
- Rocker: Viel Rocker = wendig, wenig Rocker = Speed
- Rails: Runde Rails = verzeihend, scharfe Rails = Kontrolle
- Bottom:
- Single Concave = mehr Speed
- Double Concave = bessere Kontrolle
- Vee = smoothes Rail-to-Rail
So merkst du’s im Wasser: Flaches Board mit breiter Nose? Easy Take-off. Viel Rocker und schmale Nose? Agil, aber wackelig.
Finnen-Setups & Systeme
Finnen sind wie das Lenkrad deines Boards. Je nach Setup verändern sie das gesamte Fahrgefühl – von cruisy bis radikal.
- Thruster (3 Finnen): Kontrolle & Stabilität – Klassiker für Anfänger
- Quad (4 Finnen): Speed & Grip – gut für kleine Wellen
- Twin (2 Finnen): Loose & schnell – oldschool & spaßig
- Single (1 Finne): Smooth & klassisch – v. a. auf Longboards
Systeme: FCS (Clipsystem) vs. Futures (einteilige Base)
Bauweisen & Materialien
Nicht jedes Surfbrett fühlt sich gleich an – auch weil das Material eine große Rolle spielt. Hier bekommst du den Überblick über die gängigsten Bauweisen.
- PU (Polyester): Klassisch, flexibler, gut reparierbar – schwerer
- EPS (Epoxy): Leicht, steifer, empfindlicher
- XPS: Sehr langlebig, kaum Wasseraufnahme – teurer
- Softtop: EVA-Schaum – robust, sicher
Sustainability-Tipp: Polyola Eco-Blanks aus recyceltem Material.
Kaufberatung: Neu, gebraucht oder erst leihen?
Du willst ein eigenes Surfbrett, bist dir aber unsicher ob neu, gebraucht oder erstmal mieten? Kein Problem – hier bekommst du Entscheidungshilfe.
- Neu: Teurer, aber passgenau & langlebig
- Gebraucht: Günstiger, aber Check auf Dings & Wassergewicht!
- Leihen: Perfekt für Urlaub oder erste Sessions
Pflege, Transport & kleine Reparaturen
Dein Board ist dein Baby – also pass gut drauf auf! Mit diesen Tipps bleibt es länger schön und surfbereit.
- Board immer im gepolsterten Bag transportieren
- Vor Sonne & Hitze schützen
- Kleine Dings mit Solarez oder Tape abdichten
- Reisetipp: Leash ab, Finnenschlüssel mitnehmen, Nose schützen
Meersurfen vs. Riversurfen
Surfen ist nicht gleich Surfen – denn Flusswellen fordern andere Boards als Meereswellen. Hier siehst du die wichtigsten Unterschiede.
- Riverboards: Kürzer, robuster, scharfe Kanten
- Finnen: Klein oder fix, wenig Tiefgang
- Verschleiß: Höher durch Beton & Wellenkammer
Häufige Fehler beim Brettkauf
Du willst dir teure Fehlkäufe ersparen? Diese Klassiker solltest du kennen – und vermeiden:
- Zu wenig Volumen gewählt
- Falscher Typ für Bedingungen
- Finnen-Setup ignoriert
- Gebrauchtes Board nicht gründlich geprüft
- Keine Boardtests gemacht
- Nur nach Optik gekauft
- Zubehör vergessen




